Mit an Bord waren mein Bruder, sowie ein paar andere Kollegen aus unserem Büro. So ging es dann Samstag früh los gen Hohenwestedt bei Neumünster, nur leider nicht ganz wie beabsichtigt. Da kurz vorm Elbtunnel 10 km (!!!) Stau gemeldet waren, blieb leider keine Alternative als mitten durch.
Das hatte einerseits den Effekt, das alle Beifahrer (ich hatte zu diesem Zeitpunkt das Steuer inne) angefangen haben zu picheln wie die Weltmeister, andererseits den Effekt des starken Harndrangs. Dies hat wiederum dazu geführt, dass alle 500 m ein paar Leute rausgesprungen sind und sich am Standstreifen erleichtert haben. Außerdem war auch bald das Bier knapp. Aber auch da wussten sich meine Mitstreiter zu helfen und sind flux zur nächsten Raststätte GELAUFEN. Wir haben sie dann 500 m wieder eingesammelt, zusammen mit einem 11 Euro Sixpack Becks. Auch das hatte wiederum erhöhten Harndrang zur Folge, ein Teufelskreis. Das Ende vom Lied war dann ein Baustelle von 50 m Länge, die einzig den Zweck hatte, gelbe Farbmarkierungen von der Autobahn zu Entfernen. Dafür 10 km Stau in Kauf zu nehmen ist an einem Samstag mitten in der Ferienzeit ja auch vollkommen akzeptabel...
Nun ja, so hatten wir dann 6 Stunden für 300 km gebraucht, waren halb verhungert und völlig K.O.. Ideal also um eine Party zu feiern :-). Vorher gabs aber erstmal eine leckere Portion Chili con Carne für jeden von uns, da wir ja auch ursprünglich gegen 13 Uhr, nicht 16:30 Uhr ankommen wollten. Dazu gabs Geschenke, nicht nur für Michael (wir haben im Büro zusammengelegt und ein paar DVD-Filme besorgt) sondern auch für mich. Das kam ziemlich überraschend und so habe ich mich umso mehr über den Polarisationsfilter für meine Kamera gefreut.
Der Abend wurde dann richtig gut. Auch wenn unsere Gruppe mit einem Durchschnitt unter 30 deutlich jünger war (Micha ist 49 geworden), gabs keinerlei Ausgrenzung oder Gruppenbildung und im Gegenteil jede Menge Gesprächsstoff und Alkohol. Das Ganze ging bis halb 5, als dann auch das letzte Bier mit ach und Krach in die Recken floss.
(Meine Kollegen)
(Micha und ich)
Geschlafen wurde bis halb 10, Michas Kinder (4 an der Zahl, zwischen 5 und 13) sorgten immer wieder mal für lautstarke Unterbrechungen ;-). Gegen halb 11 gab es dann noch ein Frühstück und 12:30 Uhr hieß es dann Aufbruch, auch wenn keiner wirklich fit fürs fahren war. Auf der Rücktour gab es dann keine größeren Überraschungen mehr. Mein Bruder hatte mal wieder starken Harndrang und es gab einen Stau, diesmal nur 5 km. Darum brauchten wir auch "nur" 5 Stunden für die Rückfahrt. Naja, auf jeden Fall waren wir noch vor 18 Uhr wieder in Wolfsburg. Zwar tierisch erschöpft, aber auch durchaus fröhlich wegen des guten Wochenendes.
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