Das hat schon ziemlich geschlaucht, aber ich werde trotzdem berichten.
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Los ging es eigentlich schon Freitag, als ich abends mit Matthias und Katrin Peter, dem immer noch frisch verheirateten Ehepaar loszog. Da sie am Samstag bei einer goldenen Hochzeit verplant waren, haben wir spontan den Freitag auserkoren.
Ich möchte beim Thema Freitag auch noch Liesel gratulieren, der erfolgreich seine Bachelorarbeit verteidigt hat und somit nun auch sein Studium beendet hat. Ich verzichte weiterhin darauf, ihm eine Rose anzubieten ;-)
Also schauten wir in den Stepel, um gemütlich bei ein paar Bier ein Schwätzchen zu halten. Ich hatte mich außerdem freiwillig als Fahrer eingeteilt, um so die Kollateralschäden auf den nächsten Tag in Grenzen zu halten. Es ging dann also auf die 12-Uhr-Grenze zu, und so entschloss sich Katrin, wenn auch schon leicht alkoholisiert, mit Bärbel, praktisch dem Gehirn hinter dem "Unternehmen Stepel", ein kleines Ständchen für mich vorzubereiten. Das dass nicht ganz geheim blieb, war leider zu erwarten, da der Tresen nur eine Schrittweite von unserem Tisch entfernt lag. Trotzdem war es eine schöne Geste, als dann pünktlich um 12 Uhr alle im Stepel verbliebenen Gäste auf meinen Geburtstag mit eingestimmt haben. Kurz darauf habe ich trotzdem meinen Hut genommen, das auch meine Gäste ziemlich bettreif wirkten.
Als ich die beiden dann abgesetzt hatte, ging es für mich noch mal in den Karzer, der nach der "langen Nacht der Wissenschaften" noch geöffnet hatte. Da traf ich auch prompt auf weitere bekannte Gesichter, die für den an Samstag angesetzten Alumni-Tag angereist waren (Alumnus: ehemaliger Student mit Abschluss). So kam es dann auch, dass ich erst gegen 3 Uhr effektiv schlafen konnte.
An sich also nicht weiter tragisch, sollte man jetzt denken. Weit gefehlt! Um 7:30 Uhr hieß es dann nämlich für mich wieder aufstehen von der 2-Mann-Couch meines Bruders, die mein Bett darstellte. Das erste was mir auffiel, war mein steifer Nacken, ich hatte mich wohl falsch positioniert. Aber das nächste Problem lag nur 2m weiter: Mein Bruder, der sich kurz vorm schlafen noch eine halbe Flasche Chantrè reingelötet hatte. Im Endeffekt hatte ich ihn dann gegen 8:15 Uhr so weit, dass wir los konnten. Unser Ziel war der Bingerhof, wo wir Schmidtern, einen guten Freund, dabei halfen, seinen verbliebenen Hausrat in einen Transporter zu wuchten. Er zieht nämlich nach Bordesholm bei Kiel um. So haben wir dann also mit weiteren Freunden meinen Geburtstag begangen, indem wir Kisten und Möbel gewuchtet haben. Trotzdem wird es mit den Leuten die anwesend waren nie langweilig und so war das auch ohne weiteres zu verkraften.
Als wir dann gegen 10 das meiste im LKW und uns mit ein paar Brötchen gestärkt hatten, ging es weiter zum nächsten Programmpunkt: Eine Fototermin mit Mutter und Bruder. Der war noch von Mutters Geburtstag aufgeschoben, da ich auch nur selten in Nordhausen war in diesem Jahr.
Von dort ging es dann um 12 weiter in den Harz ins "Jagdschloss Windenhütte", ein mitten im Wald bei Hasselfelde gelegenes Hotel und Restaurant, welches mein Bruder vorgeschlagen hatte.
Nach einem opulenten und leckeren Wild-Mahl ging es dann wiederum weiter nach Nordhausen, wo ich nun Nico besuchte. Einen Freund, bei dem ich praktisch schon zur Familie (oder vielleicht auch zum Inventar) gehöre. Da ich aber Kaffee und Geschenke (mehr dazu in einem anderen Post) bekommen habe, revidiere ich an dieser Stelle die Sache mit der Familie ^^.
Weiter ging es dann zum FH-Gelände, wo ich mich mit ein paar Besuchern des Alumni-Tages traf und über mehrere Stunden hinweg ausgetauscht hatte.
Von da wiederum ging es sodann in den Stepel, den ich für meinen Geburtstag als Lokalität gewählt hatte. Mir gefällt es da ganz einfach. Es war ein schöner Abend, bei dem ich sowohl meinen Mitbewohner aus WOB samt Freundin, sowie auch viele alte Bekannte aus Nordhausen getroffen habe und mich auch mal wieder schön unterhalten konnte. Zudem gab es auch einen weiteren Haufen Geschenke, um ehrlich zu sein sogar weit mehr, als ich zum 24 Geburtstag erwartet hätte. Ist ja nicht gerade eine bedeutungsvolle Zahl.
Gegen halb 2 verließen dann auch die letzten den Stepel, inklusive meiner Person. So war ich dann nach einigen Weiterungen auch gegen halb 4 bei meinem Bruder zu Hause und konnte bis kurz nach 12 durchschlafen. Eine echt feine Sache.
Heute habe ich dann nur noch nach einem leckeren Schweinebraten im "Gasthaus Mutti" mit meinem Kumpel Basti eine Schraube am Mittelschalldämpfer meines Autos ersetzt, die Geräuschkulisse klang in letzter Zeit immer mehr nach Porsche oder Proll-Golf, die Leistung war gleichzeitig aber eher die eines Renault 5. Schlechter Tausch also.
Das wars dann aber nun auch, es war ein schönes Wochenende und ich danke hier nochmal allen, die an mich gedacht haben.